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Никита Пономаренко: комментарии

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Hajo Seppelt bei Dreharbeiten in Kenia Im Schattenreich der Leichtathletik Mit seinen Recherchen in Russland sorgte ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt im vergangenen Jahr weltweit für Aufsehen. Jetzt gibt es die Fortsetzung. | mehr
Geheimsache Doping - alle Artikel zum Thema | mehr
Livestream - Geheimsache Doping, Samstag ab 17.05 Uhr | videoMit seinem Film "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" sorgteARD-Doping-Experte Hajo Seppelt weltweit für Aufsehen. Jetzt gibt es die Fortsetzung. Seppelt und sein Team haben über die Grenzen Russlands geschaut - mit überraschenden Erkenntnissen.NEUER ABSCHNITT
sportschau.de: Herr Seppelt, warum gibt es mit "Geheimsache Doping - Im Schattenreich der Leichtathletik" jetzt die Fortsetzung?
Hajo Seppelt: Nach Ausstrahlung des ersten Films in der ARD bekam ich viele Hinweise und E-Mails aus Russland und anderen Ländern zu Doping in der Leichtathletik und in anderen Sportarten. Auch gab es Reaktionen des Internationalen Leichtathletik-Verbandes, die für uns Anlass genug waren, weiter zu recherchieren. Wir haben geschaut, ob Russland, wo hochrangige Funktionäre und Trainer ihre Ämter nach der Ausstrahlung des ersten Films verloren haben, zu einer konsequenteren Anti-Doping-Politik bereit ist und diese auch umsetzt.
Genügt denn ein halbes Jahr, um die Strukturen zu ändern?
Seppelt: Für eine Langzeitbeobachtung wäre das nicht ausreichend. Aber um zu schauen, ob die Russen die angekündigten Sofort-Maßnahmen in Angriff nehmen, reicht es. Die russischen Funktionäre haben gesagt, dass sie die von uns erhobenen Vorwürfe untersuchen und gegebenenfalls Konsequenzen ziehen wollen. Gleichzeitig haben sie auch gesagt: Alles Lügen des deutschen Fernsehens. In diesem Spannungsfeld haben wir geschaut, wie die Lage in Russland aktuell ist.
Hat sich denn etwas verändert?
Seppelt: Ich glaube entkräften zu können, dass es sich um Lügen des deutschen Fernsehens handelt. Wir legen weitere Belege vor, dass Russland ein gewaltiges Stück Arbeit vor sich hat, allerdings nicht nur Russland allein, sondern auch andere Länder. Wir haben etwa auch Kenia besucht. Dort sind die mit Abstand besten Langstreckenläufer zu Hause.
Waren die personellen Konsequenzen von Trainern und Funktionären nach Ausstrahlung des Films Ihrer Meinung nach angemessen?
Seppelt: Ich glaube, dass es erst die Spitze des Eisberges ist. Man kann aber nicht durch Austauschen weniger Köpfe eine Kultur der Manipulation von einem Tag auf den anderen wegwischen. Dazu bedarf es tiefgreifender Maßnahmen.
Es muss von russischer Seite ein Interesse geben, dass das Thema nicht weiter verfolgt wird. Inwieweit wird Ihre Arbeit torpediert?
Hajo Seppelt bei Dreharbeiten in KeniaHajo Seppelt bei Dreharbeiten in Kenia
Seppelt: In Russland habe ich mir mit dem Film sicher kaum Freunde gemacht. Das war auch nicht zu erwarten. Die Mehrzahl russischer Medien hat unsere Arbeit heftig kritisiert. Das hat nach meinem Eindruck auch mit dem in Russland häufig anzutreffenden nationalistischen Abgrenzungsverhalten zu tun - nach dem Motto: Das Ausland will uns nur Böses. Was natürlich Unsinn ist. Zumal wir bereits in vielen anderen Ländern recherchiert haben, etwa in China, Jamaika und Weißrussland. Auch in Deutschland haben wir viele Tatbestände öffentlich gemacht. Die Arbeit der ARD-Doping-Redaktion ist keineswegs nur auf Russland beschränkt.
Wird die Arbeit für deutsche Kollegen in Moskau nun schwieriger?
Seppelt: Das kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht sollten wir dann doch die Kirche im Dorf lassen. Wir reden hier nicht von hochbedeutender Weltpolitik. Ich glaube, dass der Sport dann doch nicht diese zentrale Bedeutung hat und in der Aufmerksamkeit oft noch unter dem Radar durchgeht. Es ist natürlich richtig, dass die kritische Berichterstattung unter anderem der ARD-Doping-Redaktion auch dazu führen kann, dass gerade im Sport andere Kollegen unverschuldet in Sippenhaft genommen werden. Das passiert tatsächlich gelegentlich und ist unerfreulich. Aber auch die Politmagazine der ARD setzen sich mit vielen Dingen kritisch auseinander. Und niemand käme auf die Idee, sie in Frage zu stellen, weil womöglich die aktuelle Berichterstattung erschwert werden könnte.
Ist nach dieser aktuellen Ausstrahlung wieder mit einem weltweiten Echo zu rechnen wie im Dezember?
Seppelt: In diesem Film geht es nicht mehr allein um Russland. Wie gesagt waren wir auch in Kenia und haben uns zudem ganz intensiv die Anti-Doping-Bemühungen des Leichtathletik-Weltverbandes angeschaut. Wir sind da zu überraschenden Erkenntnissen gekommen. Es könnte manchen nicht gefallen.
FIFA-Skandal, Wettskandal, Doping auf allen Ebenen – täuscht der Eindruck, dass im Weltsport nicht mehr viele Dinge unentdeckt bleiben?
Seppelt: Der kritische Sportjournalismus hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Das Wegschauen von früher gibt es in dem Maße nicht mehr so. Insofern sind internationale Verbände durchaus achtsamer geworden. Sie merken, dass die Gilde der Sportreporter nicht allein über Sportereignisse an sich berichtet, sondern einige darüber hinaus mitunter sehr viel

Hajo Seppelt bei Dreharbeiten in Kenia Im Schattenreich der Leichtathletik Mit seinen Recherchen in Russland sorgte ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt im vergangenen Jahr weltweit für Aufsehen. Jetzt gibt es die Fortsetzung. | mehr
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